(S2/E03) Für manche unserer Spezies gibt es nichts schöneres als das Zusammensein mit Gleichgesinnten. Man kennt sich, man versteht sich. Denen kommen Social Media Anbieter entgegen. Unmerklich aber bestimmt wird man in einer Filterblase gefangen, pardon, eingelullt. Die Nachrichten und Posts oder Tweets, die man zu sehen bekommt, werden nach und nach eindimensional. Eintönigkeit und Langeweile gibt es aber kaum, denn man findet sich nicht nur mit Menschen zusammen, die das selbe mögen, sondern auch sich über die selben Dinge aufregen.

Und Aufregung gibt es genügend. Dafür sorgt der Effekt der Echokammern. 

In dieser Folge erzählen wir die Geschichte von Filter und Echo im Web. Was dabei alles schief laufen kann, welche Folgen das hat und:

Wir bieten eine Lösung an, wie man wieder selbst entscheiden könnte, ob und was man hören, sehen und mit wem man sprechen möchte.

Dazu gibt es Zahlen und Fakten aus verschiedenen Quellen:

Quellen zur Episode

  • Der Begriff “Filterblase”:
    Eli Pariser. “The Filter Bubble: What the Internet is Hiding From You”. 2011 by Penguin Press
  • Helen Thomée: “Aktivismus vs. Nachrichtenseiten auf Social Media: Einfluss von wahrgenommener Expertise und Ähnlichkeit auf politische Partizipation. Bachelorarbeit (Bachelor of Science), Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen, September 2022.


Zum Episodenbild

Für unser Episodenbild haben wir ein Bild der Nymphe Echo als passend empfunden, eine tragische Gestalt der griechischen Sagenwelt. Echo spricht gerne viel und wurde daher von Zeus beauftragt, seiner Frau Hera Geschichten zu erzählen, sie damit abzulenken, damit er sich mit mit anderen Frauen vergnügen konnte. Hera merkt dies und bestraft Echo hart: Sie kann keine eigenen Worte mehr sprechen, nur noch die letzten gehörten wiederholen.
Welche fatale Folge: Als sie auf Narziss trifft, kann sie diesem ihre Liebe nicht gestehen, sondern wiederholt nur die an sie gerichteten Worte. Narziss wendet sich ab, Echo stirbt an gebrochenem Herzen. Nur ihre Stimme wiederholt seitdem überall auf der Welt das eben gesagte Wort.
Das Episodenbild ist ein Ausschnitt eines Gemäldes von Talbot Hughes (1869–1942), einem britischen Maler und Sammler historischer Kostüme.

Talbot Hughes, Public domain, via Wikimedia Commons